 Liebe Leserinnen und Leser,
kann uns das Katholische im Hinblick auf eine zerrissene Welt und Gesellschaft etwas lehren?
Von ihrem Ursprung her ist die katholische Kirche als Werkzeug der Versöhnung konzipiert. „Katholisch“ heißt von ihrer griechischen Wortherkunft her so viel wie „allumfassend“. Unter Maßgabe der Achtung eines jeden Menschen soll Verschiedenheit anerkannt und als Bereicherung erfahren werden.
Wie das in der gegenwärtigen Zeit, die von großen Polarisierungen geprägt ist, gelingen kann, soll in der Veranstaltung „Allumfassend. Vielfalt als Grammatik des Katholischen“ gezeigt werden. Am Dienstag, 10.03. um 19:30 Uhr sind Sie herzlich zu einem Abend mit Prof. Dr. Klaus von Stosch ins DOMFORUM eingeladen.
Einen Einblick in das vielfältige Programm und die aktuellen Ausstellungen im März haben wir Ihnen unten zusammengestellt. Unser gesamtes Programm finden Sie, wenn Sie dem Link am Ende des Newsletters folgen.
Viele Grüße
Ihr Team des Katholischen Bildungswerks Köln Bild © Kölner Dom Richter Fenster Lichtspiegelung 2 © Geolina163 - Wikimedia Commons
Vernissage zur Ausstellung „Hildegard von Bingen - Kirchenlehrerin, Visionärin, Heilkundige und Mahnerin“
Eine Einführung in die Ausstellung sowie das Leben und Wirken von Hildegard von Bingen
So, 01.03.2026, 10:45 Uhr Referentin: Dr. Ursula Wilhelm, Kantorin und Musikwissenschaftlerin Veranstaltungsort: St. Dionysius Köln-Longerich, Longericher Hauptstraße 62a, 50739 Köln gebührenfrei
Die Universalgelehrte Hildegard von Bingen hat ein umfangreiches und facettenreiches Werk hinterlassen. Sie war gleichermaßen Ordensfrau und Wissenschaftlerin, Theologin und Philosophin, Musikerin und Dichterin, Ärztin und Naturheilkundige. Ihr gesamtes Werk zielt darauf ab, den Menschen mit Gott in Berührung zu bringen und ihn zu einem Leben mit dem Glauben zu ermutigen.
Insgesamt 15 Ausstellungstafeln geben einen Einblick in die vielfältigen Begabungen von Hildegard von Bingen. Sie laden ein, ihr Werk in allen Facetten näher kennenzulernen. Präsentiert werden Textpassagen aus dem umfangreichen Werk der Ordensfrau. Ihre Aussagen werden ergänzt mit Statements von bekannten Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft. Dadurch wird deutlich, welche Impulse die Mystikerin und Heilige noch heute gibt. Bild © Johannes Oberbandscheid - Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Limburg
Sülz-Klettenberger Gemeindegespräche
Das Konzil und die Welt von heute. Zur Aktualität von 'Gaudium es spes' 60 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil
Do, 05.03.2026, 19:00 Uhr Referent: Prof. Dr. Gregor Maria Hoff, Prof. Fundamentaltheologie, Salzburg Veranstaltungsort: St. Karl – Kirche für Leib und Seele, Zülpicher Straße 275, 50937 Köln gebührenfrei
Mit seiner Pastoralkonstitution hat das 2. Vatikanische Konzil einen entscheidenden Schritt gemacht: vom Modus antimoderner Verurteilungen hin zu einer Kultur des Dialogs und ernsthafter Auseinandersetzung mit der modernen Welt. Dabei haben die Konzilsväter einen kritisch-anerkennenden Blick auf die Ambivalenzen der Moderne gerichtet und früh ihre "Wachstumskrisen" analysiert. Aber hat die Kirche gelernt, sich ebenso kritisch zu sich selbst zu verhalten? Welche Zeichen der Zeit fordern sie heute heraus – und was verlangen sie Theologie und Kirche sechzig Jahre nach dem Konzil ab? Bild © Echter: Prof. Dr. Gregor Maria Hoff
Holweide liest - Kurz über Lang
Autorinnenlesung mit Nina Goldberg
Fr, 06.03.2026, 19:30 Uhr Referentin: Nina Goldberg, Autorin und Schauspielerin Veranstaltungsort: Ev. Versöhnungskirche, Buschfeldstr. 30, 51067 Köln gebührenfrei
Nina Goldberg schreibt in einem ganz eigenen Ton. Sie widmet sich Charakteren und Phänomenen des Alltags, Erlebtem, Gesehenem, Gehörtem. Ihre Sichtweise auf die Dinge ist ungewöhnlich. Skizzenhaft entwirft sie Szenen, die vermeintlich jede/r kennt, grundiert sie aber mit den präzisen Nuancen ihrer eigenen Wahrnehmung und oft neuen Wortschöpfungen, deren Lektüre einen mit feinem Humor ins Nachdenken und damit schon der Sache näherbringt. Hier und da beißt und piekst sie ihre Leserschaft. Und doch liebt sie ihre Spezies – das spürt man in allen ihren Texten. Sie sucht – und findet! – beständig den Glanz des Alltags, das große Glück in kleinster Hütte. Es ist ein Vergnügen, sie dabei zu begleiten. Überboten wird das Erlebnis des Lesens wohl nur durch die Teilnahme an ihrer Lesung. Bild © Nathan Dreessen: Nina Goldberg
Ausstellung in Weiss: Abschiede in Formen und Farben
Workshop: Die Kunst des Loslassens
Ausstellung vom 22.02. bis 06.04.2026
So, 08.03.2026, 15:00 Uhr Referentin: Esther Hagemann, Diplom-Psychologin, zertifizierte systemische Coachin und Expertin für Veränderungsprozesse Veranstaltungsort: Kirche St. Georg, Kirchplatz 2, 50999 Köln-Weiß gebührenfrei
Anmeldung erforderlich unter: www.wirsindhoffen.de
Dieser Workshop richtet sich an Menschen in Veränderung. Diese Veränderung kann etwas Sichtbares sein (z.B. ein Umzug, die Geburt eines Kindes oder der Eintritt ins Rentenalter), es kann aber auch etwas Unsichtbares sein (z.B. Trauer, aufkeimende Sehnsucht oder die innerliche Ankündigung eines Wendepunktes). Allen Veränderungen ist gemein, dass man dafür etwas loslassen muss. Und das ist gar nicht so einfach.
In diesem Workshop nähern wir uns dem Thema Abschied und Loslassen auf behutsame Art und Weise. Für die Selbsterkundung verwenden wir Methoden der Resilienzförderung. Höhepunkt ist ein so einfaches wie geniales Ritual des Loslassens. Disclaimer: Dieser Nachmittag kann Gefühle von Leichtigkeit und Mut hervorrufen!
Organisatorische Hinweise: Das Material wird gestellt, bitte wetterfeste Kleidung mitbringen. Eine parallele Kinderbetreuung ist auf Anfrage möglich. Bild © Gemeinschaft - Cornelia Steinfeld
DOMFORUM - das thema
Allumfassend
Vielfalt als Grammatik des Katholischen
Di, 10.03.2026, 19:30 Uhr Referent: Prof. Dr. Klaus von Stosch, Professor für Systematische Theologie Veranstaltungsort: DOMFORUM, Domkloster 3, 50667 Köln gebührenfrei
Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist die fortschreitende Polarisierung in unseren Gesellschaften. Schon während der Coronakrise wurde offenbar, wie sehr die gegenseitigen Verwerfungen mittlerweile auch unsere Gesellschaft erreicht haben. Die Präsidentschaft von Trump, der Krieg in der Ukraine sowie der in Gaza haben diese Tendenz verstärkt. Auf beiden Seiten wird jeweils die eigene Position für die allein richtige gehalten und die jeweils andere Seite wird verteufelt. Leider sieht es in der Kirche nicht viel besser aus. Dabei ist die katholische Kirche eigentlich als Werkzeug der Versöhnung konzipiert, die Verschiedenheit zusammenbringen und gesellschaftliche Risse heilen will. Wie das in der gegenwärtigen Krisenzeit gelingen kann – in der Kirche wie in unserer Gesellschaft –, soll in dem Vortrag gezeigt werden. Bild © privat: Prof. Dr. Klaus von Stosch
KlosterZeit / Ora et Labora an einem besonderen Ort
Ein Mitmachtag im Kloster!
Sa, 14.03.2026, 09:30 Uhr Referentin: Schwester Maria Hlupic OSB Veranstaltungsort: Kloster der Benediktinerinnen, Brühler Str. 74, 50968 Köln Teilnahmegebühr: 40 €
Anmeldung u. weitere Informationen: Schwester Maria Hulpic OSB, Tel: 0221-937067-0, E-Mail: sr.maria@benediktinerinnen-koeln.de
Ora et labora – Bete und Arbeite, so der Slogan benediktinischen Lebens. Machen Sie mit! Die stille Arbeit ermöglicht das Erleben unseres Alltags und gleichzeitig das Ankommen bei den eigenen Kraftquellen.
Am Nachmittag lernen wir die benediktinische Spiritualität kennen, deren Herzensanliegen der Mensch auf dem Weg zu Gott ist. „Gott suchen“ – so sagt es der heilige Benedikt – unser Ordensgründer.
Für alle, die neugierig sind. Bild © Sr. Maria Hlupic OSB - Ora et Labora
 Programm 01/2026Bild © Anne Lorat
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